Arbeitsweise

„Was gehört nun dazu, die Menschen recht zu beobachten? Ein großes Interesse sie kennen­zulernen, eine große Unpartei­lichkeit in ihrer Beurteilung, ein Herz, so gefühls­empfänglich, dass es alle Leiden­schaften der Menschen begreift und doch ruhig genug ist, um nicht in sie verstrickt zu werden.“

Diesem von Jean-Jacques Rousseau formulierten Anspruch wollen wir gerecht werden, in dem wir bei unserer Tätigkeit als Sach­verständige Folgendes beachten:

  • Einhaltung der Kriterien Wissenschaftlichkeit, Transparenz und Nachvoll­ziehbarkeit, Unpartei­lichkeit und Unvoreingenommenheit
  • Fundierte Kenntnisse der theo­retischen Grundlagen und stetige Weiter­bildung
  • Respekt gegenüber den Beteiligten und Sensi­bilität gegenüber Eingriffen in den Kernbereich der Familie
Aufgrund unseres Leitbildes stellt sich unsere Arbeitsweise wie folgt dar:
  • Kindeswohlorientiert (z.B. Minimierung der Belastung der Kinder durch die Begutachtung)
  • Ressourcenorientierter Blick auf die Eltern, ebenso klares Aufzeigen von Risiken für das Kindeswohl
  • Vor diesem Hintergrund auch das Anbieten von Lösungswegen
  • durch Qualitätskontrollen abgesichertes Vorgehen (z.B. durch regelmäßige Supervisionen)

Im Folgenden möchten wir den üblichen Ablauf einer Begutachtung vorstellen. Abweichungen von diesem Vorgehen sind dem jeweiligem Einzelfall geschuldet:
  • Einzelgespräche mit den Eltern (Eigene Problem­darstellung, Biographie, Beziehungs- und Eltern­geschichte, Kindes­entwicklung, Erziehungs­vorstellungen)
  • Verhaltensbeobachtung der Eltern-Kind-Interaktionen (z.B. teilnehmend/nicht-teilnehmend, vor Ort bei den Eltern/in der Praxis, Alltags­situationen/besondere Situationen)
  • Exploration des Kindes anhand multi­dimensionaler Diagnostik (z.B. Testverfahren, Interviews, spielbasierte Befragung)
  • Informatorische Gespräche mit Dritt­personen (mit Zustimmung der Sorgeberechtigten)
  • Abschließendes Elterngespräch (in Absprache mit dem Gericht das Bemühen um eine kindes­wohlorientierte Einigung)